Watski

Kauf- und Installationsratgeber für Solarpanele von Solara auf Booten.

12 MAY 2011, 14:10

Schon 2 Monate nachdem die Familie Hammerberg Ihre Weltumseglung mit dem Segelboot „Mary af Röverhamn“ startete, stellte sie fest, dass der elektrische Verbrauch deutlich höher war, als nur die Windgeneratoren produzieren konnten. Deshalb beschlossen sie auf den kanarischen Inseln Sonnenzellen zu installieren und die Wahl fiel auf Solarpanele von Solara. „Solara war der einzige von den bekannten Herstellern von Solarpanelen, der unsere Forderungen von Abmessungen, Effektivität, Qualität und Funktion erfüllen konnte. So war die Wahl einfach. Schon auf dem Weg nach Kap Verde trieben wir fast eine Woche ohne funktionierenden Motor. Dank unserer neuen Sonnenzellen schafften wir die elektrische Versorgung ohne Probleme, berichtet Ludvig Hammerberg. Hier berichtet er über seine Erfahrungen mit der Installation, gibt aber auch Tipps, wie man das richtige Panel wählt in Bezug auf Bedarf und Voraussetzungen an Bord.

Solarpanele von Solara haben 26 Jahre Effektivitätsgarantie, was Dir als Bootseigner die Sicherheit gibt, dass das Solarpanel das liefert, was versprochen wird. Egal, ob Du ein hartes Panel aus der S-Serie von Solara oder ein flexibles aus der M-Serie von Solara wählst, ist die Herstellung auf derselben Technologie basiert. Beide Typen gibt es in fast gleichen Abmessungen.

Dieser Ratgeber hilft Dir durch die gesamte Prozedur, das richtige Panel für den Bedarf und Installation auf Deinem Boot zu wählen. Im Manual des Solarpanels findest Du mehr detaillierte Informationen über die Installation.

1. Stelle Deinen Energiebedarf fest.

Um die richtige Effektivität (W) Deiner Solarpanele zu wählen, musst Du zuerst Deinen durchschnittlichen Energiebedarf (Ah/24Std.) berechnen. Das machst Du am sinnvollerweise mit einer Batteriekontrollanzeige. Falls Du so etwas nicht besitzt, kannst Du Deinen ungefähren Bedarf dadurch schätzen, dass Du berechnest, wie viel Strom Deine Ausrüstung durchschnittlich verbraucht. Benutze die nachstehende Formel. Strom (I) in Ampere (A), Spannung (U) in Volt (V) während die Effektivität eines Geräts gewöhnlich in Watt (W) angegeben wird.

I(A) = P(W) / U / V

Rechenexempel : Der Stromverbrauch einer Lampe mit einer Effektivität von 10W in einem Boot mit einem elektrischen System von 12V entspricht fast 1A (10W/12V – 0,83A). Ist dieselbe Lampe für 4 Std. (h) an, innerhalb von 24Std. entspricht es fast 4Ah (4h x 1A) in 24 Std.

Mach es genauso mit allen anderen Stromverbrauchern, um Deinen Energiebedarf auszurechnen. Vergiss nicht, den Strom abzuziehen, der durchschnittlich von anderen Stromerzeugern kommt, z.B. Windkraft-Anlage.

2. Richtigen Bedarf wählen.

Jetzt wird es Zeit, auszurechnen, wie viel Leistung Dein Solarpanel haben soll, um Deinen individuellen Energiebedarf zu decken. Watski rechnet vor, wie viele Wh/24Std. das Solarpanel durchschnittlich während 24 Std. Sommerzeit in Nordeuropa liefert. Dafür musst Du Deinen Energieverbrauch von Ah/24Std. in Wh/24Std. umrechnen. Nachstehende Formel dient zur Errechnung:

Energiebedarf 8Ah/24Std. x U(V) = Wh/24Std.

Rechenexempel:

Nehmen wir an, dass Du einen Energiebedarf von 40 Ah/24Std. ausgerechnet hast und dass Du ein elektrisches System mit einer Spannung von 12V hast. Dann brauchst Du ein Solarpanel, das ein Energieeffekt entsp. 480 Wh/24Std. (40Ah/24Std. x 12V) liefern kann. Denk aber bitte daran, dass die Leistung geringer sein kann, wenn das Solarpanel nicht optimal montiert ist.

3. Den richtigen Montageort wählen.

Die Anbringung des Solarpanels ist oft ein Kompromiss zwischen den optimalen Montageorten und Mangel an Platz, hat aber entscheidende Bedeutung dafür, wie viel das Panel lädt. Falls möglich, wäre die Befestigung auf einer drehbaren Halterung im Bereich des Heckkorbs der beste Platz. Viele Anwender möchten die Solarpanele längsseits an der Reling oder direkt auf Deck oder auf den Aufbauten befestigen.

Beachte folgendes :

. Das Solarpanel sollte an einem sonnensicheren Platz angebracht werden. An einem schattigen oder halbschattigen Platz lädt das Panel weniger.

. Das Solarpanel lädt maximal, wenn es im rechten Winkel zur Sonne ausgerichtet ist.

. Eine flache Anbringung ist am Besten, aber eine drehbare Halterung gibt bessere Möglichkeiten.

. Das Panel sollte bestmöglich geschützt werden, vor allem vor Seewasser aber auch vor Ablagerungen.

4. Art des Panels wählen.

Wenn Du Deinen Energiebedarf ausgerechnet hast und festgestellt hast, welche Möglichkeiten Du für die Anbringung hast, wird es Zeit, zu wählen, welche Art von Solarpanel am Deinen Vorstellungen entspricht. Beide Arten eignen sich für die Montage auf Booten und gibt es in verschiedenen Größen.

Harte Panele (Solara S-Serie)

Die Front ist aus gehärtetem Glas, eingefasst in einen stabilen Aluminiumrahmen. Diese eignen sich für die Montage auf einem Mast oder auf einer drehbare Halterung.

Flexible Panele (Solara M-Serie)

Dünne, leicht flexible Panele mit einer strapazierbaren , gummiartigen Außenfläche, auf der man gehen kann. Sie vertragen eine Biegung von 3% der Gesamtlänage bzw. -Breite und eignen sich besonders gut, um auf die Fläche geklebt oder geschraubt zu werden.

5. Montage

Die Montage unterscheidet sich, wenn Du ein hartes Panel (Solara S-Serie) oder ein flexibles Panel (Solara M-Serie) gewählt hast.

Harte Panele (Solara S-Serie)

Harte Solarpanele sind wie der Name sagt geeignet für feste Montage auf einem Stativ oder einer Halterung, am Besten auf einem Targabügel achtern. Es gibt fertige drehbare Solarpanelhalterungen aus Aluminium. Diese sind geeignet für Montage auf der Reling oder auf einem Targabügel (25mm Rohr). Beachte, dass Stativ und Halterung vor Befestigung dimensioniert werden soll in Bezug auf Wind und Bewegung. Bei der Montage auf einer drehbaren Halterung können Stützleinen oder Stützbeine montiert werden, um die Belastung zu mindern oder die Installation stabiler zu machen. Diese Installationen sind oft individuell abhängig von Platzierung und individuellen Voraussetzungen an Bord. Ein Teleskop-Bootshaken kann mit ganz einfachen Mitteln in ein gutes Stützbein zwischen Deck/Reling und Solarpanel umgewandelt werden.

Flexible Panele (Solara M-Serie)

Flexible Solarpanele kann man entweder festschrauben oder festkleben. Wenn Dein Solarpanel festgeschraubt werden soll, können die vorbereiteten Löcher verwendet werden. Keine neuen Löcher bohren, damit wird die äußere Schicht des Solarpanels beschädigt. Wenn Dein Solarpanel festgeklebt werden soll, wird empfohlen, einen durchgehender Strang Kleber einige cm von der Kante aufzubringen, so dass er eine Versiegelung bildet. Sikaflex 292 ist sehr geeignet. Soll das Panel auf eine gebogene Fläche geklebt werden, ist es wichtig, Sandsäcke oder andere schwere Sachen aufzulegen während der Kleber trocknet. Sikaflex wird am Besten mit einem Standardspachtel aufgetragen. Vergiss nicht, sowohl Deck als auch Solarpanel mit Tape abzukleben. Entferne das Tape so bald das Sikaflex trocken ist, um Dir die Arbeit zu ersparen, nachträglich den Kleber von der Tape vom Deck oder Solarpanel zu entfernen. Egal ob Du Dein Solarpanel festschraubst oder klebst, wäre es gut, die Kanten zu schützen. Dies kann man einfach mit einem Rand von Sikaflex 291 tun, denke aber bitte daran, dass Sikaflex mit der Zeit gelb wird. Mit Tape abkleben, einen Strang Sikaflex auftragen und mit den Fingern glätten. Die Finger in eine Mischung aus Wasser und Spülmittel tauchen, um zu vermeiden, dass Sikaflex auf den Fingerkuppen klebt.

6. Montage

Solarpanele von Solara sollen mit einem Laderegler installiert werden. Die Aufgabe des Reglers ist es, die Batterie gegen Überladung zu schützen und zu verhindern, dass sie entladen wird, wenn keine Ladung stattfindet. Aber vor allem sorgt der Regler dafür, die Batterie optimal zu laden. Um die richtige Kabelgröße zwischen Solarpanel und Batterie zu wählen, musst Du berücksichtigen, wie lang die Kabel sein sollen und wie viel Strom in Ampere durch die Kabel fließen soll. Generell kann man sagen, dass ein dickeres Kabel zwischen allen Arten von Reglern und Batterie optimal ist. Ein Spannungsabfall, was ein zu kleines Kabel verursacht, hat eine große negative Wirkung auf die Ladung. Im der Gebrauchsanweisung des Solarpanels steht spezifiziert, welche Kabelgröße am Besten für die Kontakte des Solarpanels sind.

Dieses wird benötigt:

. Laderegler – regelt den den gesamten Strom (A) des Solarpanels mit Maximaleffektivität (W).

. Batterie – Die Regler von Solara können mit allen Arten von Batterien betrieben werden

. Kabel – siehe das Manual für die optimale Größe

. Decksdurchführung für Kabel

. Sicherung (gleich groß oder etwas größer als der maximale Strom auf den Pluspol setzen.

. evtl. Amperemeter – um die Ladung des Panels zu messen

So wird es gemacht:

1. Montiere den Regler möglichst nahe an der Batterie

2. Ziehe ein Kabel von dem Solarpanel durch einen Decksdurchführung auf den kürzesten Weg zu dem Regler

3. Verbinde das Solarpanel mit dem Regler. Plus an Plus und Minus an Minus

4. Verbinde den Regler mit der Batterie durch eine Sicherung oder evtl. einen Amperemeter

Alles klar !

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Bemerkung

13 DEC 2011, 22:23 - Rayonna
My hat is off to your astute comamnd over this topic-bravo!

 

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